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Rückblick

Fronleichnam in Inchenhofen

Nach dem Hochamt in der Wallfahrtskirche Sankt Leonhard in Inchenhofen zogen zahlreiche Gläubige in einer Prozession singend und betend durch die Straßen. An den vier Außenaltären wurde jeweils ein Abschnitt aus dem Evangelium und die Fürbitten von Dekan Stefan Gast vorgelesen und der eucharistische Segen mit der Monstranz erteilt. Auf dem Weg wurden von Hans Schweizer Gebete und Gedanken vorgetragen. Doris Stadler und der Leonhards-Chor haben die Prozession gesanglich umrahmt. Die vier wunderschönen und farbenfrohen Blumenteppiche wurden vom Katholischen Frauenbund, Heimatverein, Gartenbauverein und den Ministranten gestaltet. Am Altar der Familie Lohner haben die Enkelkinder einen zusätzlichen Blumenteppich geschmückt.

Vierter Vortrag Ländliches Seminar: Du hast das Wort – Wie kann ich über den Glauben sprechen

Pfarrer Reinfried Rimmel von der Abteilung Evangelisierung der Diözese Augsburg sprach am letzten Vortragsabend des Ländlichen Seminars in Inchenhofen zum Thema „Du hast das Wort – Wie kann ich über den Glauben sprechen?“.
Mit einem humorvollen Vergleich lenkte er den Blick auf die Gesichter der Menschen nach dem Gottesdienst. Obwohl dort die frohe Botschaft verkündet worden war, wirkte die Stimmung oft verhalten. Ganz anders hingegen die Begeisterung von Fußballfans nach einem gewonnenen Spiel: strahlende Gesichter, leuchtende Augen, ansteckende Freude. „So sollten die Menschen aus den Kirchen kommen, mit der Gewissheit, dass Gott uns liebt und uns viele unterschiedliche Talente gegeben hat. Das macht uns zu Mitarbeitern Gottes, jeder kann sich für andere einsetzen.“, so der Referent.
In vielen Gemeinden erleben wir, dass einige wenige „vorne machen“, während die Mehrheit nur konsumiert. Wenn die Predigt zu lange dauert, der Organist schlecht spielt, der Chor falsch singt, dann trete ich aus, weil der „Service“ schlecht ist. Ein Weg aus dieser Haltung führt über ein neues Verständnis der Taufe: Getauft sein heißt, selbst Verantwortung zu übernehmen und mitzuwirken. Oder, um mit Ignatius zu sprechen: so handeln, als hinge alles von uns ab – im Vertrauen darauf, dass letztlich Gott handelt. Denn die frohe Botschaft will nicht unterhalten, sondern Menschen zusammenführen, verwandeln und aufrichten. „Lassen Sie uns wieder mehr über den Glauben sprechen und danach handeln.“, so der Appell des Redners abschließend.
Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Schweizer bedankte sich bei Pfarrer Reinfried Rimmel für den kurzweiligen Vortrag. Ebenfalls sagte er allen Pfarrgemeinderatsmitgliedern ein herzliches Vergelt`s Gott für die tatkräftige Mithilfe der erfolgreichen Vortragsreihe.

Dritter Vortrag Ländliches Seminar: Bestattungskultur im Wandel – Diamant, Baum oder vielleicht doch ein Grab?

Die Referentin Prof. Dr. Gerda Riedl aus der Diözese Augsburg wurde zum dritten Vortragsabend des Ländlichen Seminars von Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Hans Schweizer herzlich willkommen geheißen. Dass das Thema „Bestattungskultur im Wandel – Diamant, Baum oder vielleicht doch ein Grab?“ sehr aktuell ist, zeigte das große Interesse der Zuhörer.
„Wenn ein naher Angehöriger stirbt, ist das für die Hinterbliebenen einfach nur traurig. Gleichzeitig sind viele Dinge zu organisieren – vorweg die Bestattung. Und hier gibt es immer mehr verschiedene Möglichkeiten. Die Frage ist nur, ob all diese neuen Möglichkeiten auch wirklich katholisch sind? Helfen sie den Angehörigen überhaupt in ihrer Trauer? Ein wesentlicher Aspekt der katholischen Begräbnisfeier, die Hoffnung auf Auferstehung, gerät dabei nicht selten in Vergessenheit.“, so die Referentin. „Alle Beisetzungsformen, welche die Erinnerung an den Verstorbenen auslöschen oder seine personale Einheit auflösen, stehen in erheblicher Spannung zu unserem Glauben. Das heißt anonyme Bestattung, Verstreuung der Asche, Herstellung synthetischer Diamanten aus der Asche des Verstorbenen, Aufteilung der Asche des Verstorbenen u.a. sind mit dem, was wir bei einem kirchlichen Begräbnis feiern, unvereinbar.“, so Prof. Dr. Riedl.
Thematisiert wurden sowohl historische und ökologische Fragestellungen als auch die wachsende Individualisierung von Bestattungen, die Rolle der Trauerpastoral und die Bedeutung von Friedhöfen als soziale und kulturelle Räume. Besonders hervorgehoben wurde, dass bei aller Vielfalt moderner Bestattungsformen die Würde der verstorbenen Person sowie Glaube und Erinnerung zentrale Bezugspunkte bleiben müssen. „Tote würdig zu bestatten ist seit jeher ein Werk der Barmherzigkeit.,“ unterstrich Prof. Dr. Riedl.

Zweiter Vortrag Ländliches Seminar: Der Seele Gutes tun – Bausteine psychischer Stärkung

Gebannt lauschten die vielen Zuhörer dem Vortrag des ehemaligen Klinikseelsorgers und bekannten Buchautors Josef Epp in Inchenhofen. Zum Thema „Der Seele Gutes tun – Bausteine psychischer Stärkung“ referierte er am zweiten Abend des Ländlichen Seminars. „Krankschreibungen aufgrund psychischer Belastungen haben 2025 in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Auch die Wartezeit bei Kinder- und Jungendpsychologen beträgt mindestens ein halbes Jahr. Wir Menschen wollen immer mehr: mehr Wachstum, mehr Reife. Das erfahren wir auch durch die täglichen Berichterstattungen der Medien und auf sozialen Netzwerken.“, so Epp. Unsere Seele ist verwundbar, wie unser Körper. Dort wo unser Körper erkrankt, sind wir auch seelisch betroffen. Wie kann ich mich schützen und meiner Seele Gutes tun? Er führte in seinem Vortrag drei wichtige Bausteine auf. Das erste Modul ist Selbstwert und Autonomie: Wir müssen uns mehr in dem ausdrücken, wo wir merken, unser Leben ist schön. Was macht uns Freude? Gönnen sie sich täglich ein paar Minuten Kurzurlaub und kleine Genussmomente. Er zitierte den Liedermacher Konstantin Wecker mit den Worten 'Wer nicht genießt, ist ungenießbar.' Ein weiterer Baustein ist die Zugehörigkeit und Bindung. Wir Menschen dürfen uns nicht alleine fühlen und müssen Kontakte zu unseren Mitmenschen pflegen. Berührungen, wie Umarmungen sind nachgewiesen bei Depressionskrankheiten, Burnout und in der Trauer helfend, weil sie Ängste, Schmerzen und Stress lindern und das Kuschelhormon Oxytocin ausschütten. Oft hilft auch ein vertrauensvolles echtes Gespräch, das uns innerlich stärkt und uns spüren lässt, wir sind nicht alleine. Als letzten Komponenten führte er die Sinnhaftigkeit und Orientierung auf. Gott gibt uns die Gewissheit und immer wieder die Zuversicht, nicht alleine zu sein. Auch wenn wir vielleicht in manchen Situationen keinen Ausweg sehen, wenn sich eine Türe schließt, geht eine andere Türe auf. „Nehmen wir uns immer wieder eine Auszeit, verlassen wir auch ab und zu unsere Bubble und geben unserer Seele Raum, dass sich immer wieder Kräfte entwickeln können.“, so Epp abschließend. Mit seinen wertvollen Erfahrungen aus Krankenbegleitungen, seinen Analysen und Studienberichten, sowie seinen Lebenserfahrungen aus Familie steht Epp authentisch für eine tiefe religiöse Verwurzelung. Der Referent erhielt einen langanhaltenden Applaus für den aktuellen Vortrag. Dekan Stefan Gast bedankte sich für den kurzweiligen Vortrag und die hilfreichen Tipps für eine psychische Stärkung.

Erster Vortrag Ländliches Seminar: Kleider machen Leute – 800 Jahre Franz von Assisi

Zu Beginn des Ländlichen Seminars durfte Hans Schweizer im Namen des Pfarrgemeinderates Inchenhofen den Referenten Domvikar Dominik Zitzler willkommen heißen. Unzählige Menschen verehren den heiligen Franziskus und unter den Gästen waren schon viele in Assisi, die Zitzler beim Vortragsabend „Kleider machen Leute – 800 Jahre Franz von Assisi“ zuhörten. „Eine der ersten Fragen jeden Morgen ist bei vielen von uns: Was ziehe ich heute an? Kleidung bringt zum Ausdruck, wie ich auf andere wirken will. Oft sind es auch Anlässe, die entscheidend für unsere Kleidung sind.“, so Zitzler. Franziskus wuchs in einem reichen Elternhaus in Italien auf und genoss das Leben in vollen Zügen. Schöne und kostbare Gewänder gehörten für ihn ganz selbstverständlich dazu. Gleichzeitig war er von Großzügigkeit geprägt und verschenkte seinen Besitz sowohl an Freunde als auch an Bedürftige. Schon in jungen Jahren verspürte er jedoch eine Berufung zu etwas Größerem. Als ersten Schritt legte er seine Kleidung ab und tauschte sie gegen eine Ritterrüstung. Als er in Gefangenschaft geriet, hatte er eine Bekehrung. Er verließ seine Familie, legte seine teuren Kleider ab, lebte ab diesem Zeitpunkt mit seiner einfachen Kutte in Armut und baute Kirchen wieder auf., erzählte Zitzler. Am Ende wollte er Jesus immer ähnlicher werden und starb nackt und arm. Bald darauf wurde er heiliggesprochen. Der kurzweilige Vortrag wurde mit dem Lied „Der Stoff, aus dem das Leben ist“ von Kathi Stimmer-Salzeder abgerundet.

Sternsinger bringen den Segen an die Haustüren

17 Kinder und Jugendliche waren bei der Sternsingeraktion in der Pfarrei St. Leonhard in Inchenhofen im Einsatz. Mit großer Begeisterung starteten sie, nachdem Dekan Stefan Gast sie im Neujahrsgottesdienst entsandt hatte. Bei strahlendem Sonnenschein, aber eisigen Temperaturen zogen die Sternsinger von Haus zu Haus, um den Segen zu bringen und Spenden zu sammeln. Unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ engagierten sich die Kinder für das Sternsingerprojekt in Bangladesch. Dekan Gast bedankte sich bei Caroline Huber und bei allen Eltern, die die Sternsinger mit eingekleidet und die Aktion unterstützt haben.

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